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14. August 2006
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger in
Berlin-Wannsee!
Unser „Kommunalpolitischer Spaziergang” am
29.4.2006 über das Don Bosco-Areal ist auf sehr
großes Interesse gestoßen. Etwa 300 Bürgerinnen und
Bürger aus ganz Wannsee sind gekommen und ließen
sich von Salesianern und früheren Mitarbeitern des
Don Bosco-Heimes über Geschichte und Aktivitäten
dieser wichtigen sozialen Einrichtung informieren.
Die vorbildliche Jugendarbeit der Salesianer konnte
leider auf dem Gelände nicht fortgeführt werden.
Der Käufer des Areals, die Investorenfirma
APELLAS, sah sich durch uns veranlasst, erstmals
auch die Anwohner über seine Pläne zum Bau von etwa
170 Wohneinheiten zu informieren. Bis dahin hatte es
nur interne Gespräche gegeben.
Die Umstände des Verkaufs, die vorgesehene
Bebauungsdichte und der erwartete zusätzliche
Verkehr – insbesondere auch in der Bauphase – haben
berechtigte Kritik hervorgerufen. Es hat sich eine
Bürgerinitiative gebildet, die viele Unterstützer
gefunden hat. Wir begrüßen dieses Bürgerengagement.
Es entspricht unserer Vorstellung einer aktiven
Beteiligung der Bürger an der Kommunalpolitik.
Wir selbst vertreten zur Zukunft des Areals
folgende Positionen:
1. Das Don
Bosco-Areal ist ein bauhistorisch und in
seiner ehemaligen sozialen Funktion für
die ganze Stadt und für den Ortsteil
Wannsee besonders wichtiges Gelände. Es
ist einerseits im Baunutzungsplan von
1958 als allgemeines Wohngebiet,
andererseits im gültigen
Flächennutzungsplan von 1994 als
„Gemeinbedarfsfläche mit hohem
Grünanteil” ausgewiesen.
Unser Ziel ist es, dass die besondere
Verpflichtung des Geländes auf den
Gemeinbedarf auch im Falle einer
zukünftigen Wohnbebauung gewahrt wird.
2. Wenn die Firma Apellas demnächst
einen Bauantrag stellt, sollen im Zuge
der Baugenehmigung alle Prüfungen und
Bürgerbeteiligungen stattfinden, die
auch im Rahmen eines
Bebauungsplanverfahrens erforderlich
wären.
Wir wollen, dass die Kommunalpolitik
in einem städtebaulichen Vertrag mit der
Firma Apellas im Interesse der Bürger
die notwendigen städtebaulichen
Rahmenbedingungen verbindlich und
transparent festlegt.
3. Die Firma Apellas hat zur
Arrondierung des Geländes Interesse am
Kauf von zwei Grundstücken im Südwesten
des Areals, die noch dem Land Berlin
gehören. Die Bebauungsplanung der Firma
Apellas schließt diese Grundstücke
bereits mit ein. Der Bezirk hat auf
Initiative von Baustadtrat Stäglin dem
für den Verkauf zuständigen
Liegenschaftsfonds des Landes
mitgeteilt, dass vor einem Verkauf
zunächst noch der zusätzliche Bedarf an
Kita-Plätzen räumlich abgedeckt sein
muss.
Wir wollen in den Verhandlungen mit
der Firma Apellas durchsetzen, dass
nicht nur der Bedarf an Kita-Plätzen und
der Waldspielplatz, sondern auch die
Anlagen des Reittherapie-Vereins
berücksichtigt werden.
4. Das Areal grenzt an den Düppeler
Forst. Bei der Baugenehmigung müssen
daher Gesichtspunkte des
Landschaftsschutzes eine wichtige Rolle
spielen.
Das Gelände muss auch weiterhin
öffentlich zugänglich bleiben.
5. Eine sinnvolle und rücksichtsvolle
Verkehrserschließung,
insbesondere auch während der Bauphase,
ist ein berechtigtes Anliegen der
Nachbarschaft. Da der Investor eine
Bebauung in einem Zuge (2007/08) plant,
müssen alle notwendigen Maßnahmen
bereits im Rahmen des städtebaulichen
Vertrags geregelt werden.
Auch aufgrund der
Erfahrungen beim Don Bosco-Areal setzen wir
uns dafür ein, dass sobald wie möglich ein
Bebauungsplanverfahren für das benachbarte,
am Wald gelegenen Gelände der bald
schließenden Lungenklinik Heckeshorn
eingeleitet wird.
Unser Baustadtrat und SPD-Kandidat für das
Amt des Bezirksbürgermeisters, Uwe Stäglin,
kümmert sich sehr intensiv um das Don
Bosco-Areal im Sinne der Anwohner. Auch
unsere Kandidaten Karin Lau (Tel: 805 27
94), Barbara Loth (Tel: 803 58 90) und
Detlev Ronnisch (Tel: 803 37 48) sind
jederzeit für Sie ansprechbar. Wir werden
Sie weiterhin über die Planungen für das Don
Bosco-Areal informieren.
Wenn Sie mehr über unsere
kommunalpolitischen Ziele wissen wollen,
melden Sie sich bitte bei mir!
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr
Dr. Holger Thärichen
Kandidat für das Abgeordnetenhaus von Berlin
holger.thaerichen@spd-berlin.de
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