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Dieser
Artikel erschien im Rahmen des 5. Rundbriefes der
Freunde Don Boscos
Wer die Internetseite der
„Freunde Don Boscos Berlin e.V.“ öffnet, wird mit
einem Bild von Pater Klinski und den Worten: „Ich
weiß, dass ich mich auf euch verlassen kann“
begrüßt.
Alle die Pater Klinski noch persönlich gekannt haben
wissen, welche Persönlichkeit sie mit dem „Don Bosco
von Berlin“ erleben durften. Immer ein gutes und
aufmunterndes Wort, mit der Absicht gemeinsame Ziele
zu erreichen. Mit den Worten: „Du schaffst das
schon,“ konnte er Jugendliche und Mitarbeiter stets
neu motivieren.
Vor 30 Jahren, im Juni 1978, verstarb Pater Klinski.
Was Pater Klinski für die Jugendhilfe und Förderung
sozialer Bindungen geschaffen hat, ist erst deutlich
geworden nach der Schließung der Einrichtung am
Wannsee. Dass die Verantwortlichen der Schließung in
keiner Weise überlegt haben welches Werk, d.h. Auf–
und Opferarbeit sie zerstört haben, kann man nur mit
Ignoranz, vielleicht noch mit Unwissenheit
entschuldigen.
Persönlich habe ich seit meiner Anfangszeit im
Praktikum, später dem beruflichen Einstieg bei Don
Bosco, Pater Klinski gekannt. Oft nahm er mich in
den Arm und sagte: „Du kommst zu uns in den Orden“.
Meinem Wunsch, dass er mich doch lieber trauen
sollte kam er nach, indem er anlässlich meiner
Hochzeit die Orgel in der Don Bosco Kirche spielte.
Die Kirche wurde aus Kostengründen abgerissen, die
Ehe hält und bewährt sich weiter.
Hier zeigte sich schon 1978 sein Qualitätsmerkmal.
Spürbar war immer, dass es in den eigenen Reihen
Bestrebungen gab, die den Fortschrittsgedanken in
der „besonderen politischen Einheit Berlins“,
missgünstig aus der Ferne betrachtet haben und die
Entwicklung in Berlin kritisierten.
Als ich nach dem Tod von Pater Klinski einen
Provinzial darauf aufmerksam machte, dass es doch
nicht gut sei, wenn man einen Direktor immer wieder
versetzen würde, antwortetet er auf die Nachfrage,
dass Pater Klinski doch immer in Berlin gewesen sei:
„Pater Klinski wurde auch versetzt, aber er ist
nicht gegangen.“
Pater Klinski verstand es gegen politische und auch
institutionelle Strömungen immer zum Wohl der Jugend
seine eigene Entscheidung zu treffen. Kein „Wenn und
Aber“ in der Sache und für das Wohl seiner Jugend.
Oft habe ich während meiner Zeit bei Don Bosco
Berlin Pater Klinski zitiert und mich an ihn
erinnert. Beschämt war ich immer dann, wenn ich
spürte, wie aus Reihen seiner Mitbrüder Kritik und
Unverständnis geäußert wurde. Diese Kritik hat sich
über Jahrzehnte im Orden fortgesetzt, und nach
meiner Meinung hat sie dazu geführt, dass die
„jungen Wilden“ letztlich Don Bosco am Wannsee ein
Ende gesetzt haben. Viele Ehemalige, die sich nach
der Schließung von Don Bosco Berlin Wannsee in
Briefen und persönlichen Gesprächen an uns wenden,
erinnern sich an Pater Klinski, der für sie nicht
Pater, sondern ein echter Vater war.
Es gibt keinen Pater Klinski mehr, davon konnte ich
mich nicht zuletzt bei der Eröffnung von Don Bosco
Marzahn überzeugen. Aber es gab einen Pater Klinski,
der für die Jugend und Menschen seiner Vision immer
Vater und Motivator war.
Mein Leben und meine Erfahrung ist geprägt von einem
Menschen, der nicht nur für mich der „Don Bosco von
Berlin.“ war.
Klaus Bauer
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