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Dieser Artikel erschien im Rahmen des 5. Rundbriefes
der Freunde Don Boscos
Nach der Einweihung am 4. Juni 2008 fand am 8.
Juni 2008 ein „Tag der Offenen Tür“ im neuen Don
Bosco Zentrum in Berlin–Marzahn statt. Neben einigen
bekannten Gesichtern, konnte man auch viel Bekanntes
und Gewohntes erkennen. „Jugendsozialarbeit“,
„Jugendgästehaus“ und „Das Büro Berlin“ sind die
drei Schwerpunkte des neuen Stützpunktes.
Zusammen mit der „Manege gGmbH“ sagt man dort der
Jugendarbeitslosigkeit den Kampf an. Ein Programm
das für Berlin völlig neu und bisher nicht da war.
So liest sich das zumindest in den bunten und
zahlreichen und auf den ersten Blick auch nicht
billigen Broschüren die verteilt wurden. Auch Rapper
Bushido, bekannt wegen frauenfeindlicher und Gewalt
verherrlichender Texte, wird mit ins Boot geholt.
Bei einem Rundgang war dann noch vom Direktor Pater
Schrapp zu erfahren, dass dies alles mit keinem Cent
öffentlicher Förderung, Spenden, oder sonstigen
Fremdmitteln erbaut wurde. Von Pater Otto war auf
die Nachfrage, warum man Berlin Wannsee geschlossen
hat zu hören: „Wir brauchen kein Hundeauslaufgebiet
im Grünen.“ Mit einer Statistik bemüht man sich mit
Arbeitslosenzahlen aus dem Bezirk die Gründe für den
Ortswechsel zu erläutern.
Spätestens hier wird das ganze wieder zur bekannten
Zahlenspielerei und Vertuschen wahrer Gründe und
Ursachen. Jedenfalls zeigen diese Argumente, dass
die Füller des neuen Weins in alte Schläuche nur
wenig Interesse an der Qualität haben, dafür mehr am
Umsatz. Jugendsozialarbeit scheint in Berlin doch
immer noch, auch finanziell, ein interessantes
Pflaster zu sein, obwohl das vor wenigen Jahren so
bestritten wurde.
Als mir dieser Tage das neueste Don Bosco Magazin in
die Hände kam konnte ich einen Aufruf zum „Don Bosco
Testamentsservice“ lesen. Darin heißt es u.a.
„Manchmal ist es schwierig, eine Person zu finden,
der man die Umsetzung des letzten Willens
anvertrauen möchte“. Eine richtige Erkenntnis!
Klaus Bauer
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