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Schon meine erste Begegnung anlässlich des Ehemaligentreffens am 30.4.2010 ließ mich spüren, dass Menschen
zu diesem Treffen gekommen waren, die sich üblicherweise bei Treffen der Freunde Don Boscos nicht einfinden.
Gekennzeichnet mit einem T-Shirt, welches eindeutig auf die Situation ehemaliger Heimkinder und deren schlechte
Erfahrungen deutete, fanden sich Ehemalige mit dem Wunsch Menschen zu treffen, die Ähnliches erlebt hatten.
Schon nach kurzer Zeit bildeten sich kleinere Gesprächsgruppen, in denen die unterschiedlichsten Erfahrungen ausgetauscht wurden und bei denen nichts verheimlicht sondern erst deutlich wurde, was einzelne während ihrer
Zeit im Heim erlebt hatten.
Es war aber auch die Chance zum Differenzieren und Aufklären. Und was mich persönlich
beeindruckt hat war die Erfahrung, dass trotz einer schweren Zeit, die manche Jugendliche im Heim erlebt hatten,
immer wieder Menschen genannt wurden, die das vermittelt haben, was diesen jungen Menschen so wichtig war:
Verständnis und Aufrichtigkeit für ihre damalige Situation.
So wurde auch der ganze Abend zu einer Begegnung der besonderen Art, der von Toleranz und Offenheit gezeichnet war,
bei dem aber auch die vielen netten Begegnungen mit „lang nicht mehr gesehen“ Erlebnissen verbunden waren.
Eine nette Begebenheit war die stimmungsvolle La Ola Welle, die immer dann aufstieg, wenn unser Ehemaliger
Johannes K. von seinem Arbeitsplatz aus, einem Linienbus der BVG, mit dezentem Hupzeichen grüßte.
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Klaus Bauer
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